Bei der Wahl der geeigneten Pflastersteine für Ihre Einfahrt oder Terrasse stellt sich zuerst einmal die Frage nach dem Material: Beton, Natursteine oder Klinker. Denn je nachdem, welchen Bereich Sie pflastern wollen, sollten Sie sich vorher überlegen, welche Pflastersteine und welches Verlegemuster am besten zum Projekt und Ihrem Garten passen. Erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Pflasterung von Einfahrt und Terrasse in diesem Artikel.
Inhalt
Welche Pflastersteine eignen sich am besten für die Einfahrt?
Einfahrt pflastern mit Betonsteinen
Wann kommen Klinker beim Pflastern zum Einsatz?
Natursteine für die Einfahrt
Ab wann ist die Einfahrt nach der Pflasterung befahrbar?
Was kostet es, die Einfahrt zu pflastern?
Welche Pflastersteine eignen sich für die Terrasse?
Naturstein für die Terrasse
Weich, aber schön – Travertin und Sandstein
Ab wann ist die Terrasse nach der Pflasterung begehbar?
Was kostet es, die Terrasse zu pflastern?
Welches Verlegemuster wähle ich am besten für die Einfahrt und die Terrasse?
Der beliebte Reihenverband oder halbe Verband
Der Kreuzverband für Einsteiger
Der belastbare Fischgrätenverband
Der Schuppenbögenverband für Fortgeschrittene
Überblick welches Verlegemuster für Einfahrt und Terrasse
Weitere Tipps für Pflasterungen in Ihrem Garten
Pflastern leicht gemacht!
Fazit zu Pflasterungen von Einfahrt und Terrasse

Einfahrt pflastern mit Betonsteinen
Ein großer Vorteil von Betonstein gegenüber Naturstein ist die größere Vielfalt an Farben und Formen. Der Grund liegt darin, dass Beton unterschiedlich eingefärbt werden kann. Bei der Beimengung der richtigen Zuschlagstoffe, erhalten die Pflastersteine verschiedenste Oberflächen. Das bedeutet: Mit Betonsteinen kann sogar Naturstein imitiert werden.
Wann kommen Klinker beim Pflastern zum Einsatz?
Zuerst einmal muss man wissen, was sich hinter dem Begriff „Klinker“ verbirgt. Klinkersteine sind einfach Ziegel aus Lehm, die beim Brennen bei sehr hoher Temperatur von über 1100 °C ausgezeichnete Eigenschaften entwickeln. Dazu zählen eine hohe Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit, die bei Pflasterklinkern sehr wichtig sind, denn sie sollen ja begehbar und bei einer Garageneinfahrt auch befahrbar sein. Ein großer Vorteil von Pflasterklinkern ist, dass sie sehr pflegeleicht sind, weshalb sich perfekt für Auffahrten, Terrassen und Gartenwege eignen. Da die Form der einzelnen Pflasterklinker nie ganz einheitlich ist, machen sie sich besonders gut in Gärten, die eher ländlich gestaltet sind.
Natursteine für die Einfahrt
Natursteine sind absolut farbbeständig. Da kann ein Pflasterstein aus Beton nicht mithalten. Darüber hinaus sind Natursteine wie Granit, Porphyr oder Basalt unzerstörbar, wobei Granit der härteste Naturstein ist. Er ist in zahlreichen Farben erhältlich und zählt, nicht zuletzt wegen seiner unglaublichen Haltbarkeit, zu den beliebtesten Pflastersteinen für Wege. Nicht weniger beliebt ist Sandstein, ein Sedimentgestein, dessen am Boden flacher Meere abgelagerter Körnermix sich mit der Zeit verdichtet und zu Stein wird.
Ab wann ist die Einfahrt nach der Pflasterung befahrbar?
Bei einer ungebunden Pflasterung ist die Fläche grundsätzlich sofort nach dem Verfugen befahrbar.
Bei der gebundenen Bauweise sind Sperrzeiten für die Benützung einzuhalten. Für ausschließlich begangene Flächen beträgt diese 3 Tage, für leichten Verkehr (z.B. PKW befahrene Hauseinfahrten) 7 Tage.
Was kostet es, die Einfahrt zu pflastern?
Die Kosten für die Herstellung einer Pflasterfläche werden von mehreren Faktoren beeinflusst. Entscheidend sind unter anderem die gewählte Bauweise, die Beschaffenheit des Untergrundes, die Art des Pflastersteins sowie der erforderliche Arbeitsaufwand.
Bei der ungebundenen Bauweise erfolgt die Verlegung auf einer Schichtenkonstruktion aus Frostschutzmaterial und Bettungssplitt. Diese Variante ist in der Regel günstiger und ermöglicht spätere Anpassungen oder Reparaturen mit vergleichsweise geringem Aufwand.
Die gebundene Bauweise hingegen setzt auf eine fest verbundene Konstruktion mit Mörtel- und Betonschichten. Sie bietet eine hohe Stabilität und eignet sich besonders für stark beanspruchte Flächen, ist jedoch aufgrund des höheren Material- und Verarbeitungsaufwandes meist kostenintensiver.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Arbeiten ganz oder teilweise in Eigenleistung auszuführen. Durch ein sorgfältiges Vorgehen und handwerkliches Geschick können insbesondere bei der Vorbereitung des Unterbaus und der Verlegung der Pflastersteine Kosten eingespart werden. Dennoch sollte bedacht werden, dass die fachgerechte Ausführung aller Schichten maßgeblich für die Langlebigkeit und Belastbarkeit der Pflasterfläche ist.
Welche Pflastersteine eignen sich für die Terrasse?
Die Terrasse wird im Sommer zum „verlängerten Wohnzimmer“ und ist ein Ort zum Wohlfühlen. Entsprechend schön und gemütlich sollte sie sein. Welche Pflastersteine und welches Verlegemuster am besten für die Terrasse geeignet sind, erfahren Sie jetzt.
Naturstein für die Terrasse
Naturstein kann sich auch nach Jahren im Freien noch sehen lassen. Entsprechend wichtig ist es, hier auf eine hohe Qualität zu achten. Das bedeutet, dass Sie am besten zu robusten, frostsicheren und witterungsbeständigen Natursteinen greifen. Beliebte Hartgesteine sind etwa Granit, Quarzit oder Basalt.
Weich, aber schön – Travertin und Sandstein
Auch das Weichgestein Travertin hat sich als Terrassenstein durchgesetzt. Nicht zuletzt aufgrund seiner warmen Farbtöne, wie Creme, Beige, Braun oder Rot, wird er gern gewählt. Achten Sie allerdings darauf, dass der gewünschte Travertin auch frostbeständig ist. Das Gleiche gilt für Sandstein: Ob weiß, gelb, lachsfarben oder rotviolett – frostbeständig muss er sein. Für seine Witterungsbeständigkeit ist der Quarzanteil im Sandstein entscheidend, je höher, desto mehr trotzt er Wind, Wetter und Frost.
Ab wann ist die Terrasse nach der Pflasterung begehbar?
Bei einer ungebunden Pflasterung ist die Fläche grundsätzlich sofort nach dem Verfugen begehbar. Bei der gebundenen Bauweise sind Sperrzeiten für die Benützung einzuhalten, bei ausschließlich begangenen Flächen wie der Terrasse beträgt diese 3 Tage.

Welches Verlegemuster wähle ich am besten für die Einfahrt und die Terrasse?
Nicht nur die Wahl des Steines ist wichtig, um Ihren Garten besonders zu machen. Auch die Art, wie Sie diese verlegen, bestimmt über seine Wirkung. Gerade bei großen Flächen ist oft Abwechslung gefragt. Sie dürfen also durchaus kombinieren oder Ihr eigenes Muster kreieren. Achtung: Auch die Belastbarkeit der gepflasterten Fläche hängt mit der Art, es zu verlegen, zusammen, zudem ist nicht jede Steinform für jede Verbandsart geeignet.
Der beliebte Reihenverband oder halbe Verband
Hier muss man schon genauer hinsehen. Denn die Pflastersteine sind immer um einen halben Stein pro Reihe versetzt. Die gute Nachricht: Diese Verlegeart eignet sich nicht nur für Terrassen, sondern auch für gepflasterte Flächen, die befahrbar sein sollen. Experten-Tipp: Diagonal zur Fahrtrichtung verlegen, dann verteilt sich die Last perfekt.


Der belastbare Fischgrätenverband
Befahren erlaubt! Aber nicht so einfach zu verlegen. Die Steine werden, ähnlich einer Treppe, in einem Winkel von 45° versetzt zueinander gelegt. Das Ganze wirkt gut strukturiert und lebhaft. Sie möchten es noch auflockern? Dann greifen Sie zu unterschiedlichen Farbtönen.

Der Schuppenbögenverband für Fortgeschrittene
Der Zauber alter Plätze aus vergangenen Zeiten hat es Ihnen angetan? Dann versuchen Sie Ihr Glück – oder lassen Sie doch lieber den Profi heran. Hier können Sie Ihrer Terrasse oder Ihrer geheimen Leseecke im Garten einen ganz individuellen Charakter verleihen. Denn mit unterschiedlichen Steinen und Farben wird diese unverwechselbar.

Verlegemuster | Belastbarkeit | Eignung Einfahrt | Eignung Terrasse | Besonderheiten |
| Reihenverband (halber Verband) | Hoch | Sehr gut geeignet | Sehr gut geeignet | Für befahrbare Flächen empfehlenswert. Idealerweise diagonal zur Fahrtrichtung verlegen, um die Last optimal zu verteilen. |
Kreuzverband (Kreuzfugenverband) | Mittel | eingeschränkt geeignet | Gut geeignet | Ruhige, klare Optik und einfach zu verlegen. Gestaltung durch unterschiedliche Farben möglich. |
Fischgrätenverband | Sehr hoch | Sehr gut geeignet | Gut geeignet | Besonders belastbar und daher ideal für befahrene Flächen. Wirkt lebendig und dynamisch. |
Schuppenbögenverband | Mittel | Weniger geeignet | Sehr gut geeignet | Verleiht Flächen einen individuellen, historischen Charakter. Anspruchsvoll in der Verlegung. |
Tipps für die Gestaltung mit Pflasterungen in Ihrem Garten
Die Art der Pflasterung bewirkt mehr, als man vermutet. Sie erzeugt den gewünschten Stil oder lässt die vorhandene Fläche größer wirken. Sie möchten durch Ihren Gartenweg mehr Tiefe erzeugen? Dann arbeiten Sie mit Farbtönen! Werden die Pflastersteine gegen Ende hin heller, wirkt Ihr Garten tiefer und damit größer. Wiederholung bei Materialien und Belagsmuster schafft zum Beispiel Ruhe, während zu viele unterschiedliche Varianten schnell unruhig wirken. Auch die Größe der Platten und Steine muss zur Fläche passen, die man pflastern möchte. Bei quadratischen oder rechteckigen Flächen bieten sich große Platten an, Rundungen lassen sich gut mit Pflaster gestalten.
Pflastern leicht gemacht!
Sie haben sich für einen Naturstein, das passende Verlegemuster und für die gebundene Bauweise entschieden und möchten nun eine Methode, die Ihnen das Verfugen der Pflastersteine einfacher macht? Dann sind Sie mit der Baumit NixMix SpeedFuge gut beraten. Denn wie der Name schon sagt, entfällt der Mischvorgang. Verteilen Sie einfach den Trockenfertigmörtel trocken auf der zur verfugenden Fläche. Dann kehren Sie ihn mit einem weichen Besen in die Fugen ein, bis diese vollständig verfüllt sind. Zum Schluss „beregnen“ Sie die Pflasterfläche mit einem feinen Wasserstrahl – eine Gießkanne genügt. Und schon beginnt der Mörtel mit der Festigkeitsentwicklung. Zum Verfugen leicht beanspruchter Verkehrsflächen in ungebundener Bettung eignet sich auch die Baumit NaturFuge GK 1. Sie ist einfach zu verarbeiten und wirkt bewuchshemmend.
Fazit zu Pflasterung von Einfahrt und Terrasse
Ob Einfahrt, Terrasse oder Gartenweg: Eine langlebige und optisch ansprechende Pflasterfläche beginnt mit der Wahl des richtigen Materials und des passenden Verlegemusters. Betonsteine überzeugen durch ihre große Gestaltungsvielfalt, Natursteine durch ihre natürliche Optik und hohe Beständigkeit, während Klinker mit Robustheit und Pflegeleichtigkeit punkten.
Neben dem Pflasterstein selbst spielt auch das Verlegemuster eine wichtige Rolle. Es beeinflusst nicht nur die Wirkung der Fläche, sondern auch ihre Belastbarkeit. Für befahrene Bereiche wie Einfahrten eignen sich besonders der Fischgrätenverband oder der Reihenverband, während auf Terrassen vor allem gestalterische Aspekte im Vordergrund stehen und mehr Spielraum bei der Musterwahl besteht.
Wer zudem auf eine fachgerechte Ausführung und die passende Bauweise achtet, schafft die Grundlage für eine dauerhaft schöne und belastbare Pflasterfläche. So entstehen Außenbereiche, die Funktionalität, Langlebigkeit und individuelles Design perfekt miteinander verbinden.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:
FAQ
Was ist eine Fase?
Pflastersteine haben Kanten. Eine gefaste Kante wird im rechten Winkel abgeschnitten, dabei werden die Kanten 1 mm breit abgeflacht. Der Vorteil ist, dass die Fugen schmal gelegt werden können.
Welche Pflastersteine nimmt man für Rundungen?
Ein guter Rat sind hier Natursteine wie Granit, Basalt oder Sandstein. Auch deshalb, weil sie witterungsbeständig sind. Achten Sie darauf, dass sich Rundungen besser für großzügige Flächen eignen.
Hat Betonstein eine schlechtere Qualität als Naturstein?
Betonstein lässt sich leichter verlegen und kostet auch weniger. In seiner Qualität ist er aber durchaus mit dem Naturstein vergleichbar. Wenn es also mehr um Funktion als Optik geht, können Sie sich für den günstigeren Betonstein entscheiden.
Wie pflegt man eine Pflasterung aus Steinen richtig?
Greifen Sie nicht zu umweltschädlichen Mitteln, wenn sie Unkraut zwischen den Fugen loswerden möchten, es gibt bereits Mittel zur Unkrautvernichtung, die biologisch oder ökologisch weniger bedenklich sind.
Was mache ich, wenn sich Algen auf der Oberfläche der gepflasterten Fläche bilden?
Hier hat man schon gute Erfahrungen mit einem Hochdruckreiniger gemacht. Hier ist ausborgen die günstigste Variante.
Wie reinigt man Pflasterflächen?
Die auf Pflasterflächen auftretenden Verschmutzungen sind vielfältig und reichen von Pflanzenresten der umliegenden Vegetation, über Reifenabrieb und Motorölflecken bis hin zu Lebensmittelrückständen. Die manuelle Reinigung kann trocken durch Kehren oder nass durch Waschen und Kehren erfolgen. Die Reinigungsleistung bei natürlicher Verschmutzung wird durch die Verwendung von warmem Wasser erhöht. Das Waschen der Fläche mit Hochdruckreiniger ist auf das Pflastermaterial und die Bauweise abzustimmen. Im Falle der Notwendigkeit einer chemischen Reinigung wird empfohlen, den Baustofffachhandel oder entsprechende Reinigungsspezialisten zu kontaktieren. Die gewählte Reinigungsmethode sollte jedenfalls vorab auf einer kleinen Fläche erprobt werden.
Woraus besteht Feinsteinzeug?
Feinsteinzeug wird unter Einsatz von hohem Druck gepresst, und zwar aus Mineralien und Ton, also natürlichen Werkstoffen. Danach wird es gebrannt. Achtung, Feinsteinzeug lässt sich nicht so einfach verlegen. Ganz besonders, wenn man zu großen Formaten greift.
Worauf muss ich bei Pflastersteinen/-platten achten?
Wichtig ist, dass sie rutschfest sind. Ganz gleich ob Kunststein oder Naturstein – je feiner er geschliffen ist, umso rutschiger ist er auch. Der Rutschwiderstand von Pflasterplatten oder -steinen wird in der Regel über den R-Wert angegeben, wobei ein Produkt mit einem R-Wert von „R9“ einen geringeren Rutschwiderstand hat und somit weniger Trittsicherheit bei Nässe bietet als Produkte mit „R13“.