Die thermische Gebäudesanierung wird 2027 wieder umfassend gefördert. Für Fassadensanierungen stehen attraktive Förderungen für Ein- und Zweifamilienhäuser, den mehrgeschoßigen Wohnbau sowie gemeinnützige Bauvereinigungen zur Verfügung. Besonders erfreulich: Die thermische Gebäudesanierung verfügt über eigene Fördertöpfe in der Höhe von 321 Mio. Euro, getrennt von anderen Fördermaßnahmen.
Inhalt
Was wird im Rahmen der Sanierungsoffensive gefördert?
Ab wann können Anträge für den Sanierungsbonus gestellt werden?
Bis wann können Sie den Sanierungsbonus 2026 spätestens beantragen?
Wie viel Geld ist im Fördertopf und wie viel gibt es pro Jahr?
Wie viel Fördergeld gibt es beim Sanierungsbonus wofür?
Welche Sanierungsmaßnahmen gelten beim Sanierungsbonus als „förderungsfähig“?
Welche Maßnahmen fördert der Sanierungsbonus beim mehrgeschossigen Wohnbau?
Wie hoch ist die Förderung der einzelnen Maßnahmen beim Sanierungsbonus für den mehrgeschossigen Wohnbau?
Wie hoch ist die Förderung der einzelnen Maßnahmen beim Sanierungsbonus für den gemeinnützigen Wohnbau?
Warum macht sich die Regierung trotz Sparpaket für den Sanierungsbonus stark?
Wie man mit guter Dämmung erneuerbare Energie gleich 14-mal besser nutzt
Wer hilft Ihnen, Ihr Haus Schritt für Schritt richtig zu dämmen?
Fazit und Zusammenfassung
Was wird im Rahmen der Sanierungsoffensive gefördert?
Die Sanierungsoffensive 2027 hat zwei zentrale Förderschwerpunkte: die als „Sanierungsbonus“ bekannte thermische Sanierung der Gebäudehülle und den „Kesseltausch“, also den Umstieg von fossiler Heizenergie auf erneuerbare Alternativen. In den Genuss der Förderungen kommt der private Wohnbau (Ein- und Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser) als auch privates Eigentum im mehrgeschossigen Wohnbau und Reihenhausanlagen, sowie gemeinnütziger Wohnbau. Neben Klima- und Umweltschutz soll hier auch die Lebensqualität gestärkt werden.
Ab wann können Anträge für den Sanierungsbonus für die thermische Gebäudesanierung gestellt werden?
Die Antragstellung ist ab dem 04.01.2027 ohne vorherige Registrierung möglich. Bei der Registrierung müssen Sie ein Energieberatungsprotokoll vorlegen. Es ist also empfehlenswert, sich darum gleich zu kümmern. Hier finden Sie eine Übersicht über die Energieberatungsstellen in den einzelnen Bundesländern.
Wie viel Fördergeld gibt es beim Sanierungsbonus für die thermische Gebäudesanierung wofür?
Der Sanierungsbonus für Private sieht hier einen Fördersatz von maximal 30 % der förderfähigen Investitionskosten vor. Das bedeutet für die Einzelbauteilsanierung der Fassade max. 4.000 Euro, die Teilsanierung (mit mindestens 40 % Reduktion des Heizwärmebedarfs) max. 10.000 Euro, die umfassende Sanierung guter Standard max. 15.000 Euro und die umfassende Sanierung klimaaktiv Standard max. 20.000 Euro.
Für den mehrgeschossigen Wohnbau und für gemeinnützige Bauvereinigungen gilt die Faustregel „bis zu 100 Euro Förderung pro m2“ bei „gutem Standard“ und 150 Euro Förderung bei „klimaaktiv Standard“. Es werden maximal 30 % der förderfähigen Investitionskosten gefördert und bei gemeinnützigen Bauvereinigungen gilt eine Förderobergrenze pro Projekt von 4,5 Millionen Euro.

Welche Sanierungsmaßnahmen gelten beim Sanierungsbonus als „förderungsfähig“?
Förderungsfähige Kosten setzen sich aus drei Posten zusammen: Kosten für das Material, die Planung und die Montage. Wichtig ist hier die Vorlage der entsprechenden Rechnungen der Professionisten, die diese Arbeiten durchgeführt haben.
Zu den förderungsfähigen Maßnahmen zählen wie schon beim „Sanierungsbonus 25/26“ die Dämmung der Außenwände, der obersten Geschossdecke bzw. des Daches, der untersten Geschossdecke bzw. des Kellerbodens sowie der Tausch von Fenstern und Außentüren.
Welche Maßnahmen fördert der Sanierungsbonus beim mehrgeschossigen Wohnbau?
Wie auch beim Ein- und Zweifamilienhaus für Private zählen die Dämmung der Außenwände, der obersten Geschossdecke bzw. des Daches und der untersten Geschossdecke bzw. des Kellerbodens sowie der Tausch der Fenster und Außentüren zu den förderungsfähigen Maßnahmen im mehrgeschossigen Wohnbau mit mindestens drei Wohneinheiten.
Wie hoch ist die Förderung der einzelnen Maßnahmen beim Sanierungsbonus für den mehrgeschossigen Wohnbau?
Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss vergeben. Sie ist mit maximal 30 % der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt.
Mögliche Zuschläge in der Sanierungsoffensive 2027 für den mehrgeschossigen Wohnbau gibt es für die Fassadenbegrünung.

Wie hoch ist die Förderung der einzelnen Maßnahmen beim Sanierungsbonus für den gemeinnützigen Wohnbau?
Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss vergeben. Sie ist mit maximal 30 % der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt. Es gibt eine Förderungsobergrenze pro Projekt. Sie beträgt 4,5 Millionen Euro.

Warum macht sich die Regierung trotz Sparpaket für den Sanierungsbonus stark?
Die Energiebilanz der Häuser, die in Österreich zwischen 1945 und 1980 gebaut wurden, ist schlecht. 1,8 Mio. Ein- und Zweifamilienhäuser müssen dringend thermisch saniert werden, um einerseits die notwendigen Klimaziele zu erreichen und andererseits für ein entsprechendes Wohlfühlklima zu sorgen. Ganz abgesehen von den Energiekosten, die jeder Einzelne mit einer Fassadendämmung sparen kann – und das ab der ersten Sekunde für viele Jahrzehnte. Dazu möchten Sie mehr Fakten? Dann lesen Sie unseren Blogbeitrag „Dämmen macht Energiesparen effizient“ dazu.
Wie man mit guter Dämmung erneuerbare Energie gleich 14-mal besser nutzt
Auf erneuerbare Energie umzusteigen, ohne das Gebäude vorher thermisch zu sanieren, ist nur die halbe Miete. Es geht nicht um „entweder-oder“, sondern um „sowohl-als-auch“. In der gemeinsam mit Austrotherm gestarteten Initiative „Erneuerbare Energie ist gut, mit Dämmung 14 mal besser“ beweist eine Studie, dass man zuerst durch thermische Sanierung der Energieverbrauch senken sollte, damit der Einsatz einer mit Windkraft betriebenen Wärmepumpe auch effizient ist. Fazit: Auch erneuerbare Energie muss sinnvoll eingesetzt. Nur mit der Verbrauchswende gelingt die Energiewende.

Wer hilft Ihnen, Ihr Haus Schritt für Schritt richtig zu dämmen?
Bei der thermischen Sanierung arbeiten mehrere Gewerke zusammen. Der erste Schritt ist eine unabhängige Energieberatung. Denn hier sehen sich Experten den Ist-Zustand an. Bereiten Sie sich darauf entsprechend vor. Je mehr Unterlagen Sie über Ihr Haus mitbringen, umso besser. Nach der Erstberatung, die übrigens viele Bundesländer meist kostenlos anbieten, wird der Energieausweis berechnet. Auf Basis aller Daten erstellen Sie dann ein Sanierungskonzept, das einem genauen Sanierungsfahrplan folgt. Dazu möchten Sie Genaueres wissen? Lesen Sie mehr über die Energieberatung für die thermische Sanierung in unserem Blogbeitrag. Eine hilfreiche Anleitung für die nächsten Schritte finden Sie in unserem Blogbeitrag „Schritt für Schritt zur thermischen Sanierung“.

Erstberatung

Bestandsenergieausweis

Saniervorschlag

Förderungen und Behördenwege
Fazit und Zusammenfassung
Die Neuauflage des Sanierungsbonus für die thermische Gebäudesanierung mit 321 Millionen Euro im Fördertopf ist eine Chance, die dringend nötige thermische Sanierung in Österreich anzugehen. Auch hier gilt wie bisher: First come, first served. Man sollte sein Sanierungsprojekt also nicht auf die lange Bank schieben. Die Registrierung bzw. Antragstellung für den Fördertopf 2027 ist ab dem 04.01.2027 möglich und läuft bis 31.12.2027.
Quellenverzeichnis:
https://www.sanierungsoffensive.gv.at
https://www.sanierungsoffensive.gv.at/fileadmin/user_upload/2027/Infoblatt_Sanierungsbonus_2027_EFH.pdf
https://www.sanierungsoffensive.gv.at/fileadmin/user_upload/2027/Infoblatt_Sanierungsbonus_GBV_2027.pdf
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Schritt für Schritt zur thermischen Sanierung
Warum steigen die Energiepreise
FAQ
Gibt es eigene Fördersätze für denkmalgeschützte Gebäude beim Sanierungsbonus?
Für den Austausch von Fenstern und Außentüren in denkmal- oder ensemblegeschützten Gebäuden sowie in Gründerzeithäusern gilt ein maximaler UW-Wert von 1,4 W/m²K. Die Förderung beträgt bis zu 4.000 Euro beziehungsweise maximal 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Zusätzlich ist eine Bestätigung des Bundesdenkmalamts vorzulegen. Mehr dazu unter Sanierungsoffensive 2027.